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Im 2. Konzert der White Islands Reihe gibt es das Saxophon solo zusammen mit Frauenpower pur. Nikola Lutz, die beim Pariser Saxophonwettbewerb Ville d'Avray gleich doppelt ausgezeichnet wurde, 1.Preis der Jury, aber auch des Publikums, wird dieses Konzert bestreiten, allerdings nicht allein, sondern unterstützt von ihren vielfältigen elektronischen Hilfsmitteln, und sei es nur ein Zuspielband (Reich, Pröve) oder eine starke Verhallung (Yuasa) des Saxophonklangs. Es geht also weniger darum, massiv mit Elektronik aufzufahren, sondern auch ganz schlichte Möglichkeiten musikalisch wirkungsvoll einzusetzen. Das macht das Besondere dieses Konzerts aus.
Der Amerikaner Steve Reich ist kein Geheimtipp mehr, sein New York Counterpoint eine seiner besten Kompositionen, in der er die alte Dame Kontrapunkt durch einen originellen Ansatz kräftig verjüngt. Der japanische Komponist Joji Yuasa allerdings ist hierzulande ein Geheimtipp, seine Werke, wie eben auch "Not I but he wind", sind in der Tat versteckte Kostbarkeiten.
Sehr gespannt darf man auch sei auf die Improvisationen von Nikola Lutz mit ihren elektroakustischen Hilfsmitteln, denn ihre Kreativität erschöpft sich keineswegs in der Interpretation anderer Werke, sondern sie geht weiter bis zu eigenen Improvisationen und Kompositionen.
Eintritt frei
Nikola Lutz – Saxofonistin und Komponistin
Studium des klassischen Saxophons in Bordeaux und Stuttgart sowie der Musiktheorie. Lebt und arbeitet in Stuttgart. Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg 1998
1. Preis und Publikumspreis beim internationalen Saxofonwettbewerb in Paris / Villa d’Avray 2010
Arbeitsschwerpunkte als Saxofonistin:
Neue Musik, Improvisation, Erweiterung des Instrumentes durch Elektronik
Mitwirkung an zahlreichen Uraufführungen in verschiedenen Orchestern, Ensemble-besetzungen und als Solistin, Ab 2006 Dozentin für klassisches Saxophon an der Musikhochschule Stuttgart
Nikola Lutz leitete Workshops für Saxophon, Improvisation, Komposition und Interfacing u.a. an der TTW Ludwigsburg, der UniversitŠt CalArts in Los Angeles (USA), der Universidade Federal de Minas Gerais in Belo Horizonte (Brasilien) und der London Metropolitan University.
Arbeitsschwerpunkte als Komponistin:
Elektronische Musik, Interdisziplinäre Arbeiten, Klanginstallation, Tanztheater
Werkliste (Auszug)
Three Women – Klinikum Stuttgart – 11 / 2000
Linako’s Lovely Loops & Copy – Musik & Performance –Donaufestival 2001
Exit No7 – Tanzperformance –Herold Passage Stuttgart - 10/2003
Die Formel – Musiktheaterperformance – Treffpunkt RotebŸhlplatz / theater rampe stuttgart -2002/2004
MisplacedX – Performative Installation – Eclat Festival Stuttgart 2004
Irregehen – Musiktheater – theater rampe stuttgart - 28.1.-12.2.2005
Industrial I – Musik fŸr Tape – Internationales Symposium des Verbandes Deutscher Tonmeister – 31.10.2007
Struktur I – fŸr Kartonorchester und Tape – Musikprofile Stuttgart – 22.09.2007
Manche mšgen’s hei§ – fŸr Ideogrammophon, Computer und Pyrotechnik – MŸllmusik 12.12.2008
2001 Initiiert zusammen mit Andreas Krennerich das Stuttgarter Saxophonfestival
2005 Gründung ihres eigenen Labels Linako Records
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